ahhh...das mit den kleinen jungs ist schon abgefuckt...der bauch ?!
...jew jitsu rockt
ps: die rücken-kreuze der neten roten jungs kann man sich sicher als trainingsmittel patentieren lassen _________________ --------------------------------------------------------------------------
Anstatt dauernd Spekulanten zu verteufeln und sich trotzdem von den Märkten treiben zu lassen, sollte die Politik lieber die jüngsten Marktsignale verstehen: die hochschnellenden Risikoaufschläge auf Europas Peripherie implizieren eine Umschuldung. Recht so.
Zum Teufel mit der Kanzlerin und ihrem unentschlossenen Kabinett. Nicht nur, dass die Griechen aufgrund von Berlins Zögern für ihre Zehnjährigen jetzt 9,9 Prozent berappen müssen nach 6,3 Prozent noch Anfang März, jetzt bringen unsere Politiker auch noch andere Länder ins Schwitzen. Portugal muss nun 5,8 statt 4,3 Prozent hinblättern, und auch die Spanier spüren was, statt 3,9 zahlen sie nun 4,1 Prozent.
Muss das denn sein? Warum ärgert Berlin seine europäischen Brüder und Schwestern so? Ist es wirklich diese vermaledeite Wahl in Nordrhein-Westfalen? Gut, dieses Bundesland hat immerhin 60 Prozent mehr Einwohner als Griechenland und ein um 120 Prozent höheres Bruttoinlandsprodukt - da kann man als Wahlkämpfer schon mal abgelenkt sein. Doch wenn es der Regierungskoalition wirklich nur um das Hinausschieben einer unwiderruflichen Hilfszusage bis zum Montag nach dieser Wahl geht, wäre das fürwahr ein Armutszeugnis.
Dank auch an die Politik Dank auch an die Politik
Und fällt in die gleiche Kategorie wie die hysterischen Rufe nach Soforthilfen in Form von Überweisungen: Beide Male wird versucht, den Wähler, beziehungsweise die ominösen "Märkte" kurzfristig zu beruhigen, aber keinen reinen Wein einzuschenken. Sollte es ein starkes Argument für ein Interesse Deutschlands an einer wie auch immer gearteten Hilfe für Griechenland geben, hätte man das ohne großen Stimmenverlust auch vermitteln können. Dass die Regierung sich aufgrund fehlender Argumentation zum Getriebenen der Wähler, europäischer Regierungen und der "Märkte" macht, hat sie sich selbst zuzuschreiben.
Wobei natürlich manch andere Akteure deutlich getriebener vom Markt sind, beziehungsweise diesem durch ihre Rhetorik zusätzliche, selbst erfüllende Kräfte verleihen. Grandios etwa der OECD-Generalsekretär Angel Gurría, der für ganz, ganz schnelles Handeln plädiert, da sich die Vertrauenskrise sonst ausbreite wie Ebola. Dabei stellt sich doch die Frage, ob die derzeitigen Renditeerhöhungen die Ebola, also eine irrationale Übertreibung, sind oder ob nicht eher die mickrigen Renditeerwartungen der Anleger bezüglich der überschuldeten Euro-Peripherieländer im vergangenen Jahr die Seuche waren.
Die Anleihenblase, sie entstand eben über die vergangenen Quartale, als nicht nur Regierungen und Ratingagenturen über den wackeligen Zustand einiger Euro-Länder hinwegsahen, sondern die Anleger es ebenfalls taten. Immerhin traten Griechenlands Probleme spätestens im Oktober 2009 zutage, als erstmals das "wahre" 2009er-Budgetdefizit kommuniziert wurde. Und dass Griechenland in den kommenden Jahren kaum einen Primärüberschuss, geschweige denn einen positiven Haushaltssaldo zur Rückführung des Schuldenbergs erwirtschaften könnte, konnte sich auch jeder schnell zusammenrechnen.
Allzu beeindruckt zeigten sich die Anleihekäufer davon nicht, die Rendite stieg über Monate nur langsam. Entweder hofften die Käufer wie bei jeder Blase, dass sie noch einen dümmeren nächsten Käufer finden würden. Oder sie rechneten bereits mit der Angst von Europas Politikern, Griechenland fallen zu lassen. Damit, dass man wieder ein Schrecken ohne Ende einem Ende mit Schrecken vorziehen würde. Damit haben sie bis jetzt recht behalten.
Tabu Umschuldung
Es ist schon erstaunlich, wie vehement Europas Verantwortliche sich verbal noch gegen eine Schuldenrestrukturierung wehren. Dabei hätten es zum einen die Anleihekäufer jedenfalls verdient, ebenfalls zur Verantwortung herangezogen zu werden. Zweitens führt angesichts der griechischen Haushaltslage und der fehlenden Aussicht auf eine baldige wirtschaftliche Gesundung kaum ein Weg daran vorbei. Drittens fangen die Anleihenmärkte ohnehin schon an, eine Umschuldung einzupreisen - die 30-Jährigen notieren bei 65 Prozent -, was daher so ein großer Schock für die Anleger nicht mehr sein dürfte. Und viertens gehen wir jede Wette ein, dass eine solche Aktion dem Euro nicht schaden, sondern helfen würde. So er denn überhaupt Hilfe braucht. Momentan notiert er komfortable zwölf Prozent über dem Durchschnitt seit seiner Einführung.
Durch die bisher angedachten langwierigen Hilfspakete würden einmal mehr durch Rückgriff auf staatliche Töpfe die Verantwortlichen, die Nutznießer sowie die wahren Kosten und die letztlich Leidtragenden dieser (griechischen) Entwicklung verschleiert. Das hilft langfristig keinem.
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